Lasse Scherffig

EyeVisionBot

Ein System zur blickbasierten Bildersuche und dessen medientheoretische Reflektion.

Nominiert für den
Digital Sparks Award 2006

EyeVisionBot im Medienmuseum des ZKM

EyeVisionBot im Medienmuseum des ZKM

netzspannung.org

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Kurzbeschreibung

EyeVisionBot ist ein System zur blickbasierten Bildersuche: Einem Betrachter wird, während er Bilder betrachtet, von den Augen abgelesen, welche Art von Bildern er sehen möchte. Diese Bilder werden ihm anschließend gezeigt, wobei die Suche iterativ fortgesetzt wird. Aus dem Blickverhalten entsteht so ein nichtlinearer Pfad durch eine Bilddatenbank.
Das System wurde als interaktive Installation realisiert und ist seit September 2004 im Medienmuseum des ZKM benutz- und erlebbar. Als Forschungsprojekt in der Interfaceforschung geht das System so von Anfang an in den öffentlichen Raum. Damit lässt sich EyeVisionBot nicht nur als als experimentelle Mensch-Maschine-Schnittstelle sehen, sondern auch als medienpsychologisches Experimentalsystem und künstlerische Closed-Circuit-Installation. Im Rahmen einer Master Thesis werden das System und die Erfahrungen während seiner Entwicklung nun zum Anlass genommen, die mit diesen drei Lesarten definierten Themenfelder Closed-Circuit-Kunst, die Naturwissenschaften und die Interfaceforschung zu verknüpfen um vor diesem Hintergrund schließlich gängige Interfacebegriffe und gängige Praktiken der Interfacegestaltung kritisch zu hinterfragen.
Die medientheoretische Reflektion der Arbeit am EyeVisionBot wird so zu einem untrennbaren Bestandteil dieser Arbeit, weshalb beide zusammen für den Wettbewerb eingereicht werden.

KünstlerInnen / AutorInnen

MitarbeiterInnen

Entstehung

Deutschland, 2004-2005

Partner / Sponsoren

Die Arbeit entstand am Institut für Grundlagenforschung des ZKM. Lasse Scherffig wurde durch ein Stipendium des ZKM unterstützt.

EyeVisionBot wurde von Hans H. Diebner, Sebastian Fischer und später auch Lasse Scherffig konzeptioniert und geplant. Design und Programmierung wurden von Sebastian Fischer und Lasse Scherffig durchgeführt. Die medientheoretische Reflektion des Projektes in der Master Thesis "It's in Your Eyes. Gaze Based Image Retrieval in Context." stammt von Lasse Scherffig.

Eingabe des Beitrags

Lasse Scherffig, 04.01.2006

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