Julia Herzog, Sven Forstmann


Spooky 3D

Interaktive Video-Installation mit: Karlsruher Schloss als Wireframe, Echtzeitrendering mit Kamerafahrten, Tracking von Personen, 3D-Visualisierung des Trackingbereichs, Beatdetection mit Fouriertransformation


Spooky 3D [link 01]

Spooky 3D

Kurzdarstellung

Kurzbeschreibung

Spooky 3D wurde auf 2 Videobeamern präsentiert, die vom Balkon des Karlsruher Schlosses auf den Boden am Eingang projiziert haben. Die erste Projektion stellte die Trackingzone dar, auf welcher sich darauf befindliche Personen von einem wuselnden Punktehaufen verfolgt wurden. Dies gelang dadurch, dass die Personen auf diesem Feld von einer Infrarotkamera getrackt wurden, welche an einem Computer mit TV-Karte angeschlossen war. Dieser schickte wiederum die getrackten Daten per Midi an die beiden Rechner, auf denen die Computeranimation lief.
Die 2. Projektion war ein komplettes 3D-Demo, dass aus der 1. Projektion in 3D- und 2 weiteren Effekten bestand. In dieser sind auch das Karlsruher Schloss und die Pyramide vom Marktplatz als Wireframe-Modelle in verschiedenen Kameraflügen zu sehen. Beide Projektionen waren hardwarebeschleunigt und basieren auf dem OpenGL-API. Das Soundcapturing wurde über den Line-in-Kanal der Soundkarte integriert; um die Beats der Musik zu erfassen, wurde noch eine Fouriertransformation integriert, welche nur auf das untere Frequenzspektrum reagiert.

KünstlerInnen / AutorInnen

  • Julia Herzog, 3D-Artist, Designer
  • Sven Forstmann, Programmierer, Designer

Entstehung

Deutschland, 2001

Eingabe des Beitrags

udu7@rz.uni-karlsruhe.de, 22.05.2002

Kategorie

  • künstlerische Arbeit

Schlagworte

  • Themen:
    • Mensch-Maschine-Interaktion HCI |
    • Visual Effects |
    • Abstraktion |
    • Musik |
    • Audio |
    • Medienkunst |
    • Animation |
    • Design |
    • Tracking |
    • Artistic Software |
    • Echtzeit-Rendering |
    • Virtuelle Realität |
    • Open Source |
    • Architektur
  • Formate:
    • Software |
    • Virtuelles Environment |
    • Installation |
    • Projektion |
    • 3D |
    • interaktiv |
    • Computergraphik |
    • Audio |
    • Computeranimation |
    • Video
  • Technik:
    • Video Tracking |
    • Motion Tracking |
    • Midi |
    • Infrarot Tracking

Inhalt

Inhaltliche Beschreibung

Spooky 3D wurde auf 2 Videobeamern präsentiert, die vom Balkon des Karlsruher Schlosses auf den Boden am Eingang projiziert haben. Die erste Projektion stellte die Trackingzone dar, auf welcher sich darauf befindende Personen von einem wuselnden Punktehaufen verfolgt wurden. Dies gelang dadurch, dass die Personen auf diesem Feld von einer Infrarotkamera getrackt wurden, welche an einem Computer mit TV-Karte angeschlossen war. Dieser schickte wiederum die getrackten Daten per Midi an die beiden Rechner, auf denen die Computeranimation lief. Die Koordinaten wurden dabei als Midi-Noten mit Pitch-Signalen versendet. Die 2. Projektion war ein komplettes 3D-Demo, dass aus der 1. Projektion in 3D- und 2 weiteren Effekten bestand. In dieser sind auch das Karlsruher Schloss und die Pyramide vom Marktplatz als Wireframe-Modelle in verschiedenen Kameraflügen zu sehen. Beide Projektionen waren hardwarebeschleunigt und basieren auf dem OpenGL-API. Das Soundcapturing wurde über Line-in-Kanal der Soundkarte integriert; um die Beats der Musik zu erfassen, wurde noch eine Fouriertransformation integriert, welche nur auf das untere Frequenzspektrum reagiert.

Technik

Technische Beschreibung

Part 1: Das Karlsruher Schloss
Das Karlsruher Schloss wurde mit Cinema 4D konstruiert und mit dem 3D-Explorer in ein C++ - Headerfile konvertiert, welches dann in die Programmierumgebung integriert werden konnte. Hierbei wurde das Schloss direkt als OpenGL-Displayliste abgespeichert. Es reagiert auf Rhythmen in der Musik, indem die fast transparenten Flächen aufleuchten und, um den Effekt zu verstärken, auch der Fov (Verhältnis von x zu z und y zu z bei der 3D-Umrechnung) etwas verändert wird. Die in den Kamerafahrten sichtbaren Planeten sind 3D-Modelle mit ca. 1000 Dreiecken/Planet. Als Textur wurden echte Aufnahmen vom Mond verwendet. Die Spiegelung der Szene auf dem Boden wurde so realisiert, dass zuerst das Spiegelbild, dann der Boden mit Transparenz und zuletzt die Szene oberhalb des Bodens gerendert wurde. Die Pyramide des Karlsruher Marktplatzes wurde direkt im Computer generiert und animiert. Sie ist so konstruiert, dass die Spitze drehend auf Beats der Musik reagiert, und diese Drehungen sich wellenförmig zum Boden hin fortsetzen. Die vor dem Schloss herumwuselnden Punkte werden durch einen Vektorball (die kleine Leuchtkugel) und einen durchsichtiger werdenden Linienzug dargestellt. Die Zielpositionen der Punkte werden per Zufall errechnet, sind aber auf ein Raster begrenzt, welches auch die eckigen Bahnen der Punkte vorgibt. Um nun eine Person, die sich in diesem Feld aufhält, zu repräsentieren, wurden die gelben Punkte so programmiert, dass sie sich immer in der Nähe einer dort positionierten, gedachten Line orientieren.

Part 2: Die Disco-Kugel
Bei der Disco-Kugel handelt es sich um ein Würfel, dessen Seitenflächen unterteilt und so ausgebeult sind, dass sich daraus eine runde Form ergibt. Diese reagiert nun so auf den Sound, dass diese Facetten ab einer bestimmten Lautstärke durch Lichtstrahlen ersetzt werden, welche umso tiefer in der Kugel beginnen, je höher der Signalpegel ist. Dadurch entsteht der Eindruck, dass in dem äußeren, metallenen, noch ein zweiter, pulsierender, hell leuchtender Ball enthalten ist. Die Lichtstrahlen werden nachträglich (nachdem die Kugel bereits sichtbar ist) mit ausgeschaltetem Z-Bufferschreibzugriff gerendert, damit keine unerwünschten Überdeckeffekte auftreten.

Part 3: Die Stahlträger
Bei den herumwirbelnden Stahlträgern soll der Eindruck auf den Blick ins Unendliche geweckt werden. Damit die weiter hinten fliegenden Träger in weiß übergeblendet werden können, wird hierzu der hardwareunterstützte, volumetrische Nebel benutzt. Ein Träger besteht aus jeweils 4 Flächen, die mit einer RGBA-Textur versehen sind, um die Streben ohne zusätzliche Polygone malen zu können.

Hardware / Software

Software:
Betriebssystem : Windows 2000
Entwicklungsumgebung: MS Visual C++ v6
Zusätzlich installierte Software:
* DirectX
* Grafikkartentreiber mit OpenGL-Unterstützung
Hardware: (minimal)
CPU: Celeron 500
RAM: 128MB
GFX: NVIDIA Geforce DDR
SFX: Soundkarte mit Gameport
Hardware: (normal)
CPU: Duron 700
RAM: 256MB
GFX: NVIDIA Geforce2
SFX: Soundkarte mit Gameport

  • › digital sparks 2002 [link 02]

» http://wwwrzstud.rz.…he.de/~udu7/Spooky3D/ [link 03]

  • › Beschreibung mit Screenshots [JPEG | 1 MB ] [link 04]
  • › Sreenshot 1 [Groß] [JPEG | 315 KB ] [link 05]
  • › Sreenshot 2 [Groß] [JPEG | 360 KB ] [link 06]
  • › Trailer / Intro ( 11MB, gute Qualität ) [11 MB ] [link 07]
  • › Trailer / Intro ( 5MB,niedrige Qualität ) [5 MB ] [link 08]