Dateien
Kurzbeschreibung
In diesem Projekt wird ein Mensch/Maschine/Interface oder Hand-Maschine-Interface entwickelt, das Echtzeitinformationen zu Gesten, Position und Ausrichtung der Hand liefert. Hauptelement ist ein Handschuh; die Vorrichtung als Ganzes umfasst eine ganze Reihe von Technologien. Analoge Flex-Sensoren auf dem Handschuh messen die Beugung der Finger. Position und Ausrichtung der Hand werden entweder durch Ultraschall gemessen, wobei fünf Bewegungsgrade möglich sind, oder mit Hilfe magnetischer Flux-Sensoren, die sechs Bewegungsgrade erlauben. Über Beugesensoren aus Piezokeramik erhält der/die Träger/in des Handschuhs taktiles Feedback. Diese Sensoren sind an dem leichtgewichtigen Handschuh befestigt und mit einem dünnen Kabel an die Steuerkonsole angeschlossen. Zu den Anwendungsmöglichkeiten des Handschuhs und der dazugehörigen Technologien gehört die Verwendung in Verbindung mit einem Host-Computer, der ein dreidimensionales Echtzeitmodell der Hand steuert und es den BenutzerInnen des Handschuhs so ermöglicht, computergenerierte Objekte zu manipulieren, als seien sie real, das Fingeralphabet zu lesen und Beeinträchtigungen der Hand zu beurteilen. Darüber hinaus bietet die Vorrichtung ein Interface für eine visuelle Programmiersprache.
KünstlerInnen / AutorInnen
- Tom Zimmermann
- Jaron Lanier
- Chuck Blanchard
- Steve Bryson
- Young Harvill, Original development team (VPL Research)
Entstehung
Vereinigte Staaten, 1985
Partner / Sponsoren
Partner und Kunden des Projektes waren viele Forschungslabore aus den Bereichen Regierung, Industrie und akademischen Institutionen. Im Entwicklungszeitraum (1985-1987) waren alle Mitglieder des Entwicklungsteams bei VPL Research beschäftigt, einer Firma zur Entwicklung von VR Technologie und Anwendungen. Alle Hauptentwickler haben eine Ausbildung im Bereich Computer, Design und Kunst (Musik und Zeichnen). Das Projekt wurde von einigen anfänglichen Investoren und durch den Verkauf des Data Glove Systems finanziert.
Das private Forschungsinstitut Art+Com e.V. Berlin war der erste deutsche Partner. Mit der von Henrik Tramberend bei Art+Com entwickelten Radiosity-Software war zum ersten Mal Licht und Schatten in den 3D Räumen in Echtzeit möglich. Die VPL Software mit Radiosity wurde zum ersten Mal in den künstlerischen Projekten von Monika Fleischmann + Wolfgang Strauss bei Art+Com eingesetzte: Berlin, Cyber City => http://netzspannung.org/database/cyber-city und Home of the Brain => http://netzspannung.org/database/148753/de.
Eingabe des Beitrags
Redaktion netzspannung.org, 11.06.2004
Kategorie
- Forschungsprojekt
Schlagworte
- Themen:
- Interface |
- Mensch-Maschine-Interaktion HCI |
- Mixed Reality |
- Virtuelle Realität
- Technik:
- Gesture Recognition
Ergänzungen zur Schlagwortliste
- Haptisch-Tactil |
- Motorisch |
- Human Interface



