Dilate Gruppe


DILATE

Das Spiel mit diesem unbewussten Gegenüber


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Bild3

Kurzdarstellung

Kurzbeschreibung

In der Installation als vermeintlich ortsloser, schattenloser, identitätsloser Raum, lassen wir den eigenen Schatten als Inversion auferstehen. Der Schatten wird normalerweise als eine Art persönlicher Code verstanden, mit dem Unterschied, dass er hier einerseits zu leuchten beginnt, andererseits zeitlich gedehnt wird und so eine Irritation entsteht.
Gleichzeitig stellt er aber auch ein Gegenüber dar, eine Art Spiegelbild, das man - da stets vorhanden - kaum wirklich wahrnimmt. Jedoch mit dem Unterschied, dass er nur die Silhouette transportiert, nicht jedoch den Inhalt. Wenn man die physische und psychische Persönlichkeit ändert, ist dies im Schatten (meist) nicht erkennbar.
Das Spiel mit diesem unbewussten Gegenüber sowie die minimale Verzögerung der Echtzeit sollen den Schatten als Anhängsel in Frage stellen und etwas eigenständiger machen.

KünstlerInnen / AutorInnen

  • Dilate Gruppe

MitarbeiterInnen

  • Lutz Tian , Student, Hyperwerk
  • Nadja Solari, Studentin, HGK Basel
  • Christian Schumacher, Student, Hyperwerk
  • Mathias Branger, Student, Hyperwerk

Entstehung

Schweiz, 2003

Eingabe des Beitrags

Tian Lutz, 02.07.2003

Kategorie

  • künstlerische Arbeit

Schlagworte

  • Themen:
    • Immersion |
    • Awareness |
    • Wahrnehmung |
    • Körper |
    • öffentlicher Raum |
    • Identität |
    • Narrative Intelligenz
  • Formate:
    • Installation |
    • Projektion
  • Technik:
    • Motion Tracking |
    • Mechanical Tracking |
    • Acoustic Tracking |
    • Infrarot Tracking

Inhalt

Inhaltliche Beschreibung

DILATE ist aus einem Workshop zum Thema e-dentity entstanden. Die Fragestellung des Workshops lautete: Inwiefern verändern neue Medien unsere Identität und Selbstwahrnehmung?
Unter Identität im klassischen Sinne versteht man das Bewusstsein, sich von anderen Menschen zu unterscheiden (Individualität) sowie über die Zeit (Kontinuität) und verschiedene Situationen (Konsistenz) hinweg dieselbe Person zu bleiben.
Wir haben uns für den Schatten als Teil der Identität entschieden: Ein Abbild des eigenen Ichs, mit dem man ewig und untrennbar verbunden ist. Schatten als eine Art erweiterte Identität im Sinne eines indexikalischen Wertes.
Gleichzeitig stellt er aber auch ein Gegenüber dar, eine Art Spiegelbild, das man - da stets vorhanden - kaum wirklich wahrnimmt. Jedoch mit dem Unterschied, dass er nur die Silhouette transportiert, nicht jedoch den Inhalt. Wenn man die physische und psychische Persönlichkeit ändert, ist dies im Schatten (meist) nicht erkennbar.
Das Spiel mit diesem unbewussten Gegenüber sowie die minimale Verzögerung der Echtzeit sollen den Schatten als Anhängsel in Frage stellen und etwas eigenständiger machen.
In der Installation als vermeintlich ortsloser, schattenloser, identitätsloser Raum, lassen wir den eigenen Schatten als Inversion auferstehen. Der Schatten wird normalerweise als eine Art persönlicher Code verstanden, mit dem Unterschied, dass er hier einerseits zu leuchten beginnt, andererseits zeitlich gedehnt wird und so eine Irritation entsteht.
Die Installation ist durch die Verzögerung des Bildes und die Qualität der Umsetzung (der weiße Schatten als Pixelpunkte, die der Bewegung des Akteurs nachfliegen) als eine Art meditative Auseinandersetzung mit seinem eigenen Ich zu verstehen.

Technik

Technische Beschreibung

Mittels einer Infrarotlampe wird in einem dunklen Raum der (für unser Auge) somit unsichtbare Schatten eines Akteurs auf den weißen Boden bzw. die weiße Wand geworfen. Dieser Schatten wird mit einer DV-Cam (mit Infrarotfilter) gefilmt, via MAX/MSP in einen weißen Schatten umgerechnet und vom gleichen Punkt aus wieder vor des Betrachters Füße projiziert. Daraus resultiert ein weißer, verpixelter Schatten, der sich etwas verzögert mit dem Akteur bewegt.
Spezifikationen/Systemanforderungen für Hard- und Software
Hardware:
1 Infrarot-Lampe
1 DV-Cam mit Infrarotfilter
1 Beamer
1 PowerBook
Software:
MAX/MSP, Jitter

Hardware / Software

Hardware:
1 Infrarot-Lampe
1 DV-Cam mit Infrarotfilter
1 Beamer
1 PowerBook
Software:
MAX/MSP, Jitter

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