Dateien
- › Konzept als PDF (incl. Umfeldanalyse) [PDF | 249 KB ]
- › 3D-Ansicht des Installationsaufbaus [JPEG | 42 KB ]
- › Begrüßung [MP3 | 250 KB ]
- › Erste Kollisionswarnung [MP3 | 90 KB ]
- › Zweite Kollisionswarnung [MP3 | 166 KB ]
- › Dritte Kollisionswarnung [MP3 | 221 KB ]
- › Ankündigung der realen Sanktion [MP3 | 223 KB ]
- › Meldung bei Erreichen des Ziels [MP3 | 262 KB ]
- › Synthesiser und Drumcomputer erzeugen die Sounds abhängig von den Geschehnissen. [JPEG | 44 KB ]
Technische Beschreibung
Die Architektur der Installation besteht aus einem Raum mit 32 m2 und 2m Höhe, der durch einen schmalen Zugang zu erreichen, ansonsten aber völlig abgeschlossenen ist. Im Raum befindet sich ein goldener Apfel, welcher erhöht auf einem Podest, in der Ecke diagonal zum Eingang, präsentiert wird. Auf einer Innenwand wird die Bildschirmoberfläche eines Programms projiziert, die den Grundriss des Raumes und einen stilisierten Apfel darstellt. Die Position des Apfels im Interface ist deckungsgleich mit der Position des goldenen Apfels im Grundriss des Raumes.
Der Boden des Raumes wird von einer Kamera erfasst, die in 5m Höhe senkrecht hängt. Diese überträgt die aufgezeichneten Daten an einen außerhalb stehenden Computer, der sie verarbeitet und visualisiert. Es erkennt rote Elemente in den von der Kamera übermittelten Bildern. Der Überwacher (ein willkürlich ausgewählter Besucher) hat die Möglichkeit dieses Programm zu benutzen.
Sobald Personen (zwei oder drei willkürlich ausgewählte Besucher) mit roten Hüten den Raum betreten, reagiert das Programm und berechnet ihre Position im Bild. Diese Koordinaten werden nun benutzt, um die Standpunkte der Personen im Raum an entsprechender Stelle im virtuellen Raum, jeweils abstrahiert als Kreuz mit Statusbalken, anzuzeigen. Durch die Projektion an der Wand kann der Überwachte seinen Standort genau sehen und seine Bewegungen nachvollziehen. Sobald die erste Person beim Betreten erfasst wird, spielt das Computerprogramm mit freundlicher Frauenstimme folgende Begrüßungsformel ab: "Sehr geehrte Damen und Herren, Sie betreten jetzt überwachten Raum. Bitte bewegen Sie sich behutsam und beachten Sie die Anweisungen des Personals." Zusätzlich wird ein penetranter und bedrückender Grundton gespielt, der die atmosphärischen Dichte innerhalb des Raumes erhöht. Kommt eine Person hinzu, steigen sowohl Tonhöhe als auch Lautstärke. Der Sound wird durch die Übergabe von MIDI-Daten an einen Synthesizer live erzeugt.
Bis zu drei Personen können erfasst und sowohl als Projektion im Raum als auch auf einem Monitor beim Überwacher visualisiert werden. Die Aufgabe der Überwachten ist es, den goldenen Apfel zu erreichen. Der Überwacher kann anhand der Darstellung auf seinem Monitor sehen, wo sich die Personen im Raum befinden. Ihm steht zusätzlich ein Monitor zur Verfügung, auf dem sechs virtuelle Wände gezeigt werden, die er per Maus als Barriere in den virtuellen Raum bewegen und so den Weg zum goldenen Apfel versperren kann. Die Überwachten können sich so bewegen, dass Ihr Kreuz im virtuellen Raum um die Hindernisse herum geführt wird um zum Apfel zu gelangen. Jede Kollision eines Kreuzes mit einer virtuellen Wand löst ein dumpfes Schlaggeräusch, eine Erhöhung des Statusbalkens, sowie einen Hinweis, die Wände zu beachten, aus. Je größer die Anzahl der Kollisionen, desto eindringlicher warnt die vom Programm abgespielte Stimme davor, sich den Wänden zu nähern. Erreicht der Überwachte den goldenen Apfel mit weniger als zehn Kollisionen, so hat er mit Erfolg das Ziel erreicht. Schafft er das nicht, so wird er von uniformiertem Personal aus dem Raum entfernt.
Sichtbar für alle Besucher der Installation, die nicht an der Handlung teilnehmen, sind zwei Monitore aufgestellt. Der rechte zeigt den Teil des Programms in dem die Überwachten als Kreuz im virtuellen Raum agieren, der linke zeigt ein Videobild des Überwachers bei seiner Tätigkeit in Großaufnahme.
Hardware / Software
Apple Macintosh G4/400
2x Sony DV Cams
Yamaha DX-7 Synthesizer
Zoom RT-323 Drumcomputer
Macromedia Director 8.5

