Hochschule / Fachbereich
Hochschule Mannheim
Fakultät für Gestaltung
URL der Hochschule
Betreuer des Projekts
Prof. Kai Beiderwellen
Kommentar des Betreuers
Das Mixed-Reality Projekt „Blackboxer“ entstand im Rahmen des Masterstudiums an der Fakultät für Gestaltung, Mannheim. Das ausgegebene Thema „Machtspiele“ setzten die Studenten Bernhard Pompeÿ
und Johannes Brückner gestalterisch konsequent und konzeptionell hoch spannend in ihrer Installation um.
Das Verhältnis von Macht und Ohnmacht ist elementarer Bestandteil der menschlichen Interaktion. Spiele setzen diese Relation in der Regel auf einer für Leib und Seele ungefährlichen Ebene um. „Blackboxer“ bringt den Spieler aber in eine klaustrophobisch verdichtete Atmosphäre. Sein Aktionsraum wird zunehmend durch die Aktionen des für ihn unsichtbaren zweiten Spielers verengt. Der Spieler muss ebenfalls agieren und Bewegungsstrategien entwickeln um sich in diesem Verdrängungskampf zu behaupten.
Die nahezu hysterischen Reaktionen der Spieler und das vielfach geäußerte Verlangen nach Wiederholung belegen die hohe psychische Relevanz dieser wahrnehmungserweiternden Installation.
Mich hat neben dem großen Einsatz der beiden Studenten bei diesem Projekt besonders beeindruckt, dass hier hochkomplexe Technik eingesetzt wurde, um eine Spielsituation zu schaffen, die zum einen so einfach und selbsterklärend wie ein Hüpfekästchenspiel ist, zum anderen aber elementare Machtrelationen körperlich erfahrbar macht, sie ist damit ein hervorragendes Beispiel effektivem Kommunikationsdesigns.
Seminar / Kurzbeschreibung
Das Projekt entstand seminarübergreifend im Rahmen unseres Masterstudiengangs Kommunikationsdesign.
Hier haben wir das generelle Thema "Machtspiele" ausgegeben. Die Arbeit wurde erstmalig auf einer Austellung der Fakultät
im Rahmen der Mannheimer langen Nacht der Museen präsentiert.
http://www.gestaltung.hs-mannheim.de/designwiki/blackboxer/
Zuordnung Forschungsbereich
Da die Arbeit Seminarübergreifend ist, ist es schwer, einen einzigen Forschungsschwerpunkt zu nennen.
Eine Zuordnung dieses Mixed-Reality Projekts zum Schwerpunkt Interaktive Medien ist aber sicherlich nicht falsch.


