David Siepert, Dania Vifian

Cube_World

Leben in virtuellen Welten und die Frage nach der Realität

Nominiert für den
Digital Sparks Award 2008

Erforschen der Cube_World

Erforschen der Cube_World

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Inhaltliche Beschreibung

Unser Alltag wird von elektronischen Medien bestimmt. Mit deren Hilfe werden künstliche Welten erschaffen, die einen immer wichtigeren Stellenwert in unserem Leben einnehmen. Kann dies nun aber ein gleichwertiger Ersatz für die Wirklichkeit sein? Fakt ist, dass wir sowohl zur Wirklichkeit als auch zu virtuellen Welten nur einen subjektiven Zugang über unsere Sinneseindrücke haben.
Die virtuellen, nicht materiellen Welten sind auf dem Weg, ein gleichwertiger Ersatz zur Wirklichkeit zu werden.

Sowohl die Wahrnehmung der Wirklichkeit, als auch die einer virtuellen Realität beruhen auf unseren Sinneseindrücken. Diese Realitäten entstehen einzig und allein in unseren Köpfen. Dabei ist es völlig gleichgültig ob sich unsere Vorstellung mit dem Tatsächlichen deckt.



Der Betrachter betritt einen Raum, der von einer Wand- und Bodenprojektion rot erleuchtet wird. (Bei diesem Raum handelt es sich um das VR-Lab des Instituts Medienkunst HGK FHNW). Ausgerüstet mit einer polarisierenden Brille und einem speziell für diesen Zweck entwickelten Inputdevice betritt der Betrachter die Projektionsfläche. Das Inputdevice ist ergonomisch geformt und bildet von den Fingerspitzen weg eine Einheit mit dem Betrachter.

Zu diesem Zeitpunkt sorgen die Projektoren lediglich für einen rot erleuchteten Raum. Eine virtuelle Welt ist zwar vorhanden aber noch nicht sichtbar.
Vorsichtig kann sich der Betrachter im Raum bewegen. Das Inputdevice dient ihm hierbei als sichtbar machender Erkundungsgegenstand. Kollidiert das Inputdevice mit einem unsichtbaren, virtuellen Gegenstand, bekommt der User über die Vibramotoren an seinen Fingerspitzen ein haptisches Feedback, sowie auch ein akustisches Signal von einem, in das Inputdevice integrierten Lautsprecher.
Den virtuellen Objekten sind physikalische Eigenschaften zugeordnet, die sich in Form von verschiedenen Vibrarhythmen und Geräuschen äussern.
Diese neue Welt gilt es zu erkunden.
Unweigerlich entsteht auf Grund der beschriebenen Sinneseindrücke im Kopf des Betrachters eine eigene Welt, die vor seinem inneren Auge auch visuell existiert. Doch in wie weit diese gedachte Welt mit der virtuellen Realität übereinstimmt bleibt fraglich.

Hat sich der Benutzer ein ausreichendes Bild von der unsichtbaren Welt gemacht, kann er mit dem roten Knopf am Inputdevice die Stereoprojektion aktivieren. Der Betrachter kann nun die virtuelle Welt auch visuell erfahren und mit seinen zuvor gefühlten und gehörten Eindrücken vergleichen.