Lutz Dickmann, Marion Fröhlich, Kristian Gohlke, …

Fernlicht

Aktivität in und an Architektur

..eine verteilte Installation

..eine verteilte Installation

Hochschule / Fachbereich

Hochschule für Künste Bremen
Kunst und Design

URL der Hochschule

» http://www.hfk-bremen.de

Betreuer des Projekts

Prof. Christoph Lischka

Kommentar des Betreuers

Die Arbeit "Fernlicht" entstand spontan als Idee einiger Studierender während der Arbeit im Rahmen des u.a. Seminars "Mobile Aktor-Sensor-Systeme". Hintergrund sind die z.Zt. vorgesehenen Sparmaßnahmen im Lande Bremen, etwa die diskutierte Reduktion der Öffnungszeiten der Hochschule. Die Resonanz bei den Bremer Medien, aber auch die alltägliche Rezeption in der Öffentlichkeit machten sehr deutlich, daß die Arbeit der Hochschule bei der lokalen Bevölkerung viel zu wenig präsent ist.
Ergebnis dieser Überlegungen ist das Projekt "Fernlicht", welches bereits als Konzeptstudie auf den Hochschultagen im Februar d.J. vorgestellt werden konnte. In meinen Augen ist es eine gelungene Synthese von traditionellen visuellen Medien, Netzkunst und der Welt der 'embedded systems' - wenig aufdringlich, unspektakulär, dafür eher feinsinnig um die Aufmerksamkeit der Betrachter werbend.
Viele, nicht immer triviale Technologien werden zu einem ansprechenden Ganzen geformt, welches die angestrebte Funktionalität, und zumal den politischen Impetus humorvoll zur Geltung bringt.

Seminar / Kurzbeschreibung

Das Seminar "Mobile Aktor-Sensor-Systeme" an der Hochschule für Künste, Bremen ist eine die Studiengänge Freie Kunst, Musik, Design und Digitale Medien übergreifende Lehrveranstaltung, welche in einer Folge integrierter Mikroprojekte die Grundlagen der Elektronik und Programmierung 'Eingebetteter Systeme' entwickelt. Der Fokus der Veranstaltung liegt dabei auf (mobilen) Aktor-Sensor-Systemen - ausgehend von einfachen 'interaktiven' Installationen bis hin zu "Autonomen Systemen" (Robotics).
Basis der Arbeit ist die Entwicklungsumgebung WIRING (wiring.org.co) mit zugehörigem Entwickler-Board, die sich wiederum an der Java-Shell "Processing" (processing.org) orientiert. Die Veranstaltung wird jeweils von zwei Tutorials (Elektronik, Programmierung) begleitet.

Zuordnung Forschungsbereich

"Mobile Aktor-Sensor-Systeme" wird im Zuge des Aufbaus eines Studienschwerpunktes "Autoaktive Systeme" angeboten. Angestrebt ist ein Ort der künstlerischen Forschung, der die unterschiedlichsten Aktivitäten im Bereich Robotics, Autonome Systeme, Smart Materials, Bioengineering und theoretischer Reflexion produktiv und kreativ zusammenführt.
Bereits die Klassik und Romantik kannten die künstlerische, poetische Tätigkeit als höchste Form ästhetisch-theoretischer Praxis. Mit dem gleichen emanzipatorischen Impuls ist der Künstler auch heute gefordert, sich der technisch-technoiden Vereinnahmung insbesondere des Lebendigen zu stellen und Möglichkeiten eines ästhetisch-poetischen 'Querstandes' zu artikulieren: Künstlerisches Forschen als 'Denken in Maschinen'. Das Sich-Bewegen im Grenzfeld von Kunst, Wissenschaft, Technik.