Jennifer Eifler

We don't sweat, we shit perfume

Audio- und Videoinstallation zur Körperwahrnehmung

Nominiert für den
Digital Sparks Award 2006

We don't sweat, we shit perfume

We don't sweat, we shit perfume

Inhaltliche Beschreibung

"WE DON'T SWEAT, WE SHIT PERFUME."

Permanente Aufmerksamkeit bieten wir der Hülle,
die Signifikanz steigt.
Doch anstatt Nähe entsteht Distanz-
der Körper wird zum Gegenstand der Verfremdung.
Dieser Aspekt des Verlorengehens der menschlichen Natürlichkeit stellt den Schwerpunkt meiner Semesterarbeit dar. Indem ich das Thema auf den Bereich der Körpergeräusche eingrenze, möchte ich dem Besucher mit Hilfe von Manipulationen die Entfremdung vom Körper veranschaulichen.
Dafür entwickelte ich eine Installation, die 3 Ebenen enthält:

1. Es wurden Körpergeräusche erzeugt und aufgenommen. Diese Geräusche wurden ausgewählten Testpersonen vorgespielt, die beschreiben sollten, um was für Geräusche es sich handelte. So wurde aus dem Streichen der Hand über den Arm das Kehren eines borstigen Besens über den Boden. Diese Assoziationen setzte ich jetzt ins Visuelle um und kombinierte sie mit den Originalsounds.

2. Nach einer gewissen Zeit wird die Tastatur geblockt, die Interaktion unterbrochen. Ein kurzer Videoclip, der eine inhaltliche Verbindung zur 3. Ebene herstellt, läuft über den Screen. (Man achte auf den Text!)

3. Schließlich wird das Keyboard wieder freigegeben und nunmehr sind auch Filme, die die Herstellung der Körpergeräusche dokumentieren, abrufbar. Am Keyboard vereinen sich nun also 2 Ebenen:
-> Audio und Video sind manipulativ zusammengesetzt und
-> Audio und Video bedingen sich

Im Zusammenspiel von assoziativen und dokumentarischen Filmclips erhöht sich die Wahrnehmung für den Körper. Zugleich kann eine Reflexion über das Verhältnis von Bild und Ton einsetzen, in dem beide sich wechselseitig beeinflussen und festlegen können. Bis zu welchem Grad können Medien und mediale Vermittlungen auf den Körper zu und vom Körper wegführen?