Alexander Kuales, Doris Musikar, Ingrid Rauscher

The Legend of the Sanddollar

Musikvideo für "The Legend of the Sanddollar" von Embassy

The Legend of the Sanddollar

The Legend of the Sanddollar

Technische Beschreibung

PreProduction + Production:
Framegenaues Storyboard:
- Framegenaue Ausarbeitung, um die zeitliche Genauigkeit zur Musik sicherzustellen
- Errechnung wie viele Bilder/Sequenz für Stop-Motion notwending sind bei 12 Bilder/ Sekunde
- Aufteilung der Sequenzen die in späterer Folge mit Hilfe des Clay-Charakters bzw. durch die Darstellung der Bandmitglieder erzählt werden.


Aufbau und Produktion der Stop-Motion-Szenen:
- Bau der Bühne
Es wurde ein Eisengestell nach dem Gestell, welches sich auf der Massivholzplatte befindet, nachgebaut. Die Bühne und der Sockel konnte durch dieses Eisengestell, welches auf der Grundfläche der Bühne befestig wurde, miteinander verbunden werden und somit war ein guter Halt gewährleistet.
Aufbau des Skelettes
- Bau der Stop-Motion-Figur
Zuerst wurden Arme und Beine mit Gewindestangen, Muttern, Schrauben und Kugelschnapper zusammengeschraubt. Arme und Beine erhielten Kugelgelenke und wurden auf dem Mittelteil (Oberkörper) befestigt. Eine durchgängige, gebogene Gewindestange verbindet über einen Gestängeanschluss Arme mit Oberkörper. Der Kopf besteht aus einen einfachen Gelenk wie der Arm und wurde auch auf dem Gestänge anschluss befestigt.
Die Füße bestehen aus Lusterklemmen.
Anschließend wurde die Figur mit Plastilin modelliert.


-Fotografie
Für die Fotografie der Clay-Animation wurde , die digitale Spiegelreflexkamera Nikon D70s verwendet. Die Kamera wurde auf ein Stativ montiert und mittels USB 2.0 mit einem HP-Laptop verbunden. Mit dem Nikon Capture Programm wurde die Kamera über den PC ausgelöst und die Fotos wurden in JPEG-Format gleich auf den PC gespeichert.

-Durchführung und Herausforderung
Während des Fotografierens im Projektraum des Studentenheimes wurde drauf geachtet, dass die Bilder nicht unterschiedlich hell sind, da aufgrund des Stromnetzes Schwankungen aufgetreten sind. Die Bilder wurden mit und ohne Schwenks aufgenommen. Durch Neigen und Drehen der Bühne wurde ein „Kameraschwenk“ nachgeahmt, was eine große Herausforderung war.
Der Charakter musste in seiner Position verändert werden, damit eine Bewegung entstand und gleichzeitig wurde die Bühne entweder gedreht oder geneigt.
Auch die Funktion der Serienbilder wurde verwendet.
Probleme, die auftraten waren anfangs: der richtige Weißabgleich und das richtige Scharfstellen auf die Objekte.



Aufbau und Produktion der Video-Szenen:

-Setaufbau
Um den Zuschauer beim Betrachten des Musikvideos nicht abzulenken wurde neben dem Hintergrund der StopMotion -Szenerie auf einen weiteren aufwendigen Hintergrund bei den Sequenzen der Bandmitglieder verzichtet, deshalb wurde als Hintergrund jeweils weiß verwendet. Dieser sollte von der eigentlichen Handlung der Story am wenigsten ablenken, beziehungsweise den Bewegungen der Bandmitglieder noch mehr Ausdruck verleihen. Außerdem musste darauf geachtet werden, dass sich der Schatten in den Filmsequenzen nicht von der Schattenbildung der StopMotion -Sequenzen unterscheidet, da sonst die Verbindung zwischen den zwei Stilmitteln verloren gehen würde. Das Set wurde deshalb äußerst hell ausgeleuchtet, trotzdem gibt es immer nur einen einzelnen Schatten. Das gilt sowohl für das Live-Recording-Studio als auch für das Projektstudio.
Die Kamera selbst wurde auf ein Stativ fixiert und mit einem A/V - Kabel mit dem Vorschaumonitor verbunden. So war die Überschaulichkeit der Aufnahmen gewährleistet.

-Durchführung und Herausforderung:
/Aufnahmen
Während des Filmens wurde darauf geachtet, möglichst klare Einstellungen und unauffällige Schwenks zu realisieren.

/Maske
Um den Eindruck zu erlangen, dass die Bandmitglieder kein Augenlicht besitzen wurden dessen Augen mit Augenpflaster (3M Opticlude TM) komplett bedeckt. Darüber hinaus wurden die Gesichter geschminkt um keinen sichtbaren Übergang zwischen den Augenpflastern und dem restlichen Gesicht erkennen zu können.

- Herausforderungen
Herausforderung war, die Lichtstimmung so einzufangen, dass keine störenden Schatten das Bild beintächtigen und dass der Effekt der „Augenlosigkeit“ beibehalten bleibt.
Damit die Übergänge zwischen StopMotion und Video so angenehm wie möglich werden konnten, mussten die Positionen des ClayCharacters von den Bandmitgliedern sehr genau nachgestellt werden. Zusätzlich wurden die Augen mit medizinischen Augenpflaster zugeklebt, um den Charakter gut nachzustellen und den Effekt des „ihm-wurden-die-Augen-geöffnet“ darstellen zu können.


PostProduction:

-Bildbearbeitung im Eyeon Digital Fusion 4.0
In diesem Projekt wurde Digital Fusion verwendet um etwaige Lichtschwankungen, die man in den StopMotion -Sequenzen erkennen konnte, auszugleichen.

-Bildreihenfolge Adobe After Effects 6.0
Die korrigierten Fotografien wurden als Jpeg-Sequenz in After Effects geladen. Dort wurden in Zeit und Position bearbeitet und für die Weiterverarbeitung für das Avid neu gerendert. Die Herausforderung war vor allem die Einzelbilder so vorzubereiten, dass die Zeitintervalle genau mit den vorgegebenen der Musik übereinstimmen.


- 3D-Animation in Alias Maya 7.0
Für die Szene benutzt, in der dem Sänger der Band eine Träne des Clay-Characters auf den Kopf fällt wurde Alias Maya 7.0 verwendet. Die entstandene Animation wurde als .tiff Fileformat gerendert und als Filmsequenz wieder in Digital Fusion 4.0 und Avid Xpress Pro HD 5.1.2 importiert.

-Editing in Avid Xpress Pro HD 5.1.2:
In Avid Xpress wurde das gesamte Projekt zusammengefügt und geschnitten. Das HD-Filmmaterial wurde mithilfe dieses Programms gespeichert (Capturing) und sofern nötig bearbeitet (Farbkorrektur, Maske)
Alle StopMotion –Bildsequenzen wurden als Bildsequenzen importiert um sie wie Videosequenzen behandeln zu können. Weiters wurden Morph-Sequenzen und die animierte Träneimportiert.

-Schnitt
Um bestimmte Szenen, in denen von einem Bandmitglied auf einen anderen geschnitten wird, und eben nicht auf den ClayCharakter, wurden Weißüberblendungen benützt, um den Zuseher nicht mit unnötig aufwendigen Schnitteffekten zu überfordern.


-Effekte
Es wurden nur Effekte zum Ein- und Ausblenden verwendet. Ziel war es, dies im Takt der Musik zu kreieren.
Das weiße Ein- und Ausblenden zieht sich als Stil durch das ganze Video und wird auch zwischen schnellen Schnitten verwendet.

-Morphing
Die Übergang zwischen Stop-Motion und Filmmaterial wurde mittels Mophing im Popimas Animator 1.0 gelöst.

Hardware / Software

Nikon D70s
Sony HDR-HC1E

Nikon Capture Camera Control
Eyeon Digital Fusion 4.0
Alias Maya 7.0
PopIMS Animator 1.0
Adobe After Effects 6.0
Avid Xpress Pro HD 5.2.1