Daniel Wessolek, Katrin Caspar

den Stein

Audioperformance

den Stein, set

den Stein, set

University / department

Hochschule für Künste Bremen
Kunst und Design

University URL

» http://www.hfk-bremen.de

Project supervisor

Hannes Seidl

Supervisor commentary

Die Arbeit "den Stein" gibt auf reduzierte Weise verschiedene Aspekte des Musizierens mit elektronischen Medien wieder. Im Mittelpunkt steht ein einfacher Taktgeber aus einem Wassertropf und einem Piezo, dessen Output sowohl als Klang- wie als Steuergenerator verwendet wird. In Anlehnung an die im Seminar diskutierten Arbeiten David Tudors wird hier das Objekt 'ausgehorcht'. Die Materialien Wasser und Glas stehen in enger Verbindung: Das geriebene Glas erzeugt Töne, die einerseits von dem stetigen, aber variablen Tropfen des Wassers verursacht und so erst hörbar gemacht werden. Die Tonhöhe des Glases wiederum ist abhängig von der Menge des Wassers.
Durch Einbeziehung des Programms Max MSP wird der installatorische Charakter geöffnet zugunsten einer Eingriffsmöglichkeit von Musikern. Gerade durch die zwei Spieler dieses "Musikautomaten" wird ein unlösbarer Konflikt deutlich, eine Spannung, die auch für den Hörer/Zuschauer erfahrbar wird; ihre spielerische Freiheit ist eingeschränkt, sie hängen buchstäblich am Tropf.
Katrin Caspar und Daniel Wessolek haben ihre Werk "den Stein" im Seminar größtenteils selbstständig erarbeitet, sich intensiv mit der Materie auseinander gesetzt, Max MSP gelernt, verschiedene Möglichkeiten ausgetestet, um schließlich bei dieser konsequent reduzierten Fassung zu landen. Beide haben sich auch über das Seminar hinaus mit "den Stein" beschäftigt und daran weitergearbeitet. Ich durfte eine Weiterentwicklung der Seminararbeit dann bei dem Workshop HyperKult 14 besichtigen, zu dem sie mit "den Stein" eingeladen wurden.
"den Stein" zeigt in konzentrierter Form die Möglichkeiten und Grenzen des Spiels mit interaktiven Instrumenten auf.

Course abstract

In dem Seminar "Introduction into the (critical) use of electronic/ digital media in music" wurde den Studierenden zunächst ein Überblick über den Einsatz elektronischer und digitaler Medien in der Musik seit 1900 gegeben, auf dessen Grundlage die Studierenden in der zweiten hälfte des Semesters eigene Projekte realisieren sollten.

Relation to the research area

digitale medien. bereich klangkunst und musik